Was trennt Markenverantwortung von Markenarbeit? Nicht der Titel. Die Frage, wer am Ende für die Zahl darunter geradesteht. Marke, Marketing, Portfolio, Go-to-Market und Growth in einer Hand. In der Linie, nicht als Berater von außen.

Meine stärksten Phasen waren selten Normalbetrieb: Wachstum, Neuausrichtung, Generationenübergang, Aufbau. Situationen, in denen bestehende Strukturen nicht einfach falsch sind, aber auch nicht unverändert weitertragen. Genau dort arbeite ich gern: Richtung klären, Entscheidungen beschleunigen, Verantwortung ordnen, Vertrauen aufbauen und Marke, Organisation und Wachstum zusammenführen.




26 Jahre uvex group: vier Teilkonzerne, 23 Länder, 2.800 Mitarbeitende. Eine Marke, die jahrzehntelang vom Produkt her gedacht war. 1992 als Auszubildender gestartet, drei Führungspositionen, zuletzt Management Board von uvex sports. Der Auftrag: die Marke vom Produkt zum Konsumenten drehen. Von inside out zu outside in. Kommunikation digitalisiert, Marke verjüngt, neu positioniert, Gruppe global neu aufgestellt. Eine Positionierung, 23 Märkte, ein Relaunch. Dazu ein Generationenübergang mit der Eigentümerfamilie. Verantwortet: Marke und Marketing, neue Geschäftsfelder wie Urban Mobility und Equestrian, die Partnerschaften im Spitzensport.
Nach 26 Jahren bei uvex habe ich in einer fremden Branche bei fast null angefangen. Co-Founder, CBO/CMO, Gesamtprokurist. In sechs Jahren aus einer Produktidee ein Unternehmen: vier Kategorien, 54 Mitarbeitende, achtstelliger Umsatz, D2C als stärkster Kanal. Vom Start-up zum Scale-up, mit Digital und D2C im Omnichannel-Mix. Kultur von Tag eins: kleine Schleifen, offenes Feedback, Vertrauen ins Team. Der Auftrag: Marke, Marketing, Digital, D2C und P&L. Die Verantwortung: Unternehmens- und Dachmarkenstrategie, D2C-Geschäft, internationale Markenrechte, Investoren- und Due-Diligence-Prozesse. Persönliche Beteiligung 2025 veräußert.
Drei Parteien, ein Produkt: Arbeitgeber, Beschäftigte, Fachhandel. Jede mit einer eigenen Erwartung an dieselbe Marke. Member of the Management Board seit 2025. Der Auftrag: eine schnell gewachsene Organisation für die nächste Wachstumsphase aufstellen. Zielgruppen erweitern, Journeys prüfen, Go-to-Market für B2B und B2C schärfen, über KPI steuern. Im direkten Austausch mit den Eigentümern. KI gibt Tempo, Menschen entscheiden. Die Marke steht am Ende nicht für den kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern für die Erwartung, die führt.
Führung heißt für mich, gute Entscheidungen möglich zu machen.
Welches Problem lösen wir? Welche Entscheidung steht an? Woran erkennen wir Fortschritt? Ohne diese drei Antworten entsteht Bewegung, kein Ergebnis.
Ich lege den Konflikt offen, führe die Entscheidung herbei und vertrete sie auch gegenüber denen, die verloren haben. Unklare Entscheidungen kosten mehr Energie als unbequeme.
Ob Führung funktioniert, zeigt sich nicht in Anwesenheit, sondern in Abwesenheit: ob ein Team ohne Rückversicherung handelt.
„Entwickelte das Team so weiter, dass die fachliche Führung erfolgreich an einen Teamlead übergeben werden konnte."
Aus einem Arbeitszeugnis.
Nicht jede Veränderung braucht zuerst ein großes Projekt. Ich arbeite gern früh mit einer ersten Lösung, teste, lerne und korrigiere. Das gilt für Prozesse, Go-to-Market und neue Werkzeuge wie KI. Agil heißt für mich nicht hektisch. Die Richtung bleibt klar. Der Weg dorthin darf sich verändern.
Kultur ist die Art, wie wir miteinander umgehen. Sie beginnt bei mir. Was ich erwarte, lebe ich vor: Fehler benennen, Zusagen halten, Verantwortung tragen. Mit KI im Alltag bleibt das der Teil, den kein Werkzeug übernimmt.
„Hervorragende Führungsqualitäten. Als Vorgesetzter in hohem Maße anerkannt und beliebt.“ Aus einem Arbeitszeugnis.
Über Marke, Organisation, Wachstum oder eine Aufgabe, bei der diese Themen zusammenkommen.